Geschichte des Preisskate in Schwanebeck

Skatkarten

Die Schwanebecker Skatturniere

(Quelle: H. Kaiser)

(aufgearbeitet durch den Heimatverein Schwanebeck)

Schon seit der Jahrhundertwende dreschten und kloppten in den kurzen und trüben Tagen des Herbstes die Menschen Karten. So auch bei uns... An den Sonntag-nachmittagen wurde in den Schwanebecker Kneipen stundenlang diesem Hobby gefrönt. An Funk, TV und Autos war noch nicht zu denken, auch das Fußballspiel war in unserer Gegend noch nicht so sehr bekannt, so dass man sehr viel Zeit für das Skatspiel hatte. In fast allen Familien wurde dieses Kartenspiel von den Vätern an die Kinder vererbt; Spieleinsatz waren Knöpfe, Pfennige und andere kleine Gewinne. Die Gaststätten-Skatspiele wurden in kleinen Gasträumen oder später auch in Sälen durchgeführt. Meist waren die Wirtsleute die Veranstalter. Gewinne waren Federvieh, Hasen, Uhren, Wurstwaren u.a.

Anfang der 70er Jahre wurden Skatturniere durch den Klub der Werktätigen organisiert. Sicher haben noch einige daran sehr schöne Erinnerungen. Die beiden Säle der Gaststätte Volkshaus waren wie geschaffen dafür. Ungefähr 100 Personen beteiligten sich am ersten Turnier, der erste Preis wurde mit 500 Mark ausge-schrieben. Hans Lehmann war der erste Spielleiter, drei Jahre später übernahm die Spielleitung Martin Pergande. Das Schwanebecker Skatturnier war sehr gefragt, Jahr für Jahr stieg die Anzahl der Teilnehmer.

Volkshaus ca 1948

Gaststätte Volkshaus, Goethestraße (ca. 1948)

Zum 15. Skatturnier 1986 wurde eine Beteiligung von 636 Skatern und Skaterinnen registriert. Kein Ort im Magdeburger und Hallenser Raum bewegte mehr Skat-freunde. Zum Skataktiv Schwanebeck gehörten Martin Pergande, Rudi Hein, Willi Röber, Erika Graage, Otto Sackmann, Friedrich und Gunthard Seidler, Erich Klietz, Eckhard-Fritz Kaiser, Karl-Heinz Thölert und Bernhard Walter, alle samt den meisten Schwanebeckern bestens bekannt. Präzise wurden die Vorbereitungs- und Durchführungsarbeiten geplant und in die Tat umgesetzt; weit über 600 Teilnehmer saßen an 160 Tischen. Die Skater kamen aus etwa 160 Gemeinden und Städten der Bezirke Magdeburg und Halle und sogar darüber hinaus nach Schwanebeck. Die Registrierung mit Platz und Nummernachweis ermöglichte einen ordnungsgemäßen Ablauf zu je 2 Serien á 48 Spiele. Um eine ausreichende Anzahl von Stühlen und Tischen zu gewährleisten, bekam das Skataktiv Unterstützung vom örtlichen Rat, der LPG (T), dem Zementwerk und dem Kulturhaus Nienhagen.

Zum 15. Skatturnier 1986 wurde eine Beteiligung von 636 Skatern und Skaterinnen registriert. Kein Ort im Magdeburger und Hallenser Raum bewegte mehr Skat-freunde. Zum Skataktiv Schwanebeck gehörten Martin Pergande, Rudi Hein, Willi Röber, Erika Graage, Otto Sackmann, Friedrich und Gunthard Seidler, Erich Klietz, Eckhard-Fritz Kaiser, Karl-Heinz Thölert und Bernhard Walter, alle samt den meisten Schwanebeckern bestens bekannt. Präzise wurden die Vorbereitungs- und Durchführungsarbeiten geplant und in die Tat umgesetzt; weit über 600 Teilnehmer saßen an 160 Tischen. Die Skater kamen aus etwa 160 Gemeinden und Städten der Bezirke Magdeburg und Halle und sogar darüber hinaus nach Schwanebeck. Die Registrierung mit Platz und Nummernachweis ermöglichte einen ordnungsgemäßen Ablauf zu je 2 Serien á 48 Spiele. Um eine ausreichende Anzahl von Stühlen und Tischen zu gewährleisten, bekam das Skataktiv Unterstützung vom örtlichen Rat, der LPG (T), dem Zementwerk und dem Kulturhaus Nienhagen.

Nach der Wende wurde es still um das Skatspiel in Schwanebeck. Es wurde zwar das ein oder andere Mal noch versucht, ein Skatturnier auf die Beine zu stellen, aber nie wieder mit solch einer hohen Spielbeteiligung. Leider besteht derzeit die Möglichkeit auf eine gesellige Skatrunde nur noch in der privaten Stube oder im ausgebauten Partykeller, denn seit einigen Jahren hat Schwanebeck nicht mal mehr eine Gaststätte.

Was uns bleibt sind die Erinnerungen an eine alte, wahnsinnig aufregende und spannende Zeit...